AG SESB

Europaschulen auf dem Prüfstand

Hintergrund

1992 wurden in Berlin die ersten Staatlichen Europaschulen (SESB) gegründet. Diese Schulform mit ihrem durchweg zweisprachigen Unterricht ab der 1. Klasse ist ein einzigartiges Modell in Deutschland! Und die Judith-Kerr-Grundschule war von Anfang an dabei. Mehr Informationen zu den Berliner „Europaschulen“

Evaluation

Da es sich bei dieser Schulform nach wie vor um ein „Modell“ handelt ‒ ein inzwischen etabliertes, bewährtes und zunehmend nachgefragtes ‒, wird es regelmäßig evaluiert, also auf den Prüfstand gestellt. Die sog. „EUROPA-Studie“ soll die erreichten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler der SESB in den beiden Sprachen, den weiteren Schulfächern und im interkulturellen und sozialen Bereich vergleichend erheben und analysieren. Dazu werden mittels Fragebogen Schülerinnen und Schüler und deren Eltern befragt.

Wer: An der Untersuchung nahm 2014 die damalige Klassenstufe 4 teil. Diese, jetzt Klassenstufe 5, wurde im zweiten Schulhalbjahr 2015 erneut befragt.

Was: Die Leistungsuntersuchung wird in den Bereichen Leseverständnis und Naturwissenschaften sowohl in Deutsch als auch in der nichtdeutschen Partnersprache des Kindes und in den allgemeinen kognitiven Fähigkeiten durchgeführt.

Wie: Die Testergebnisse werden anonymisiert und nicht von den Lehrkräften der Schule ausgewertet, sondern von Wissenschaftler/innen der Albrechts-Universität zu Kiel und dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung – im Auftrag des Berliner Senats. Die Ergebnisse fließen nicht in die Notengebung ein.

Wozu: Die wissenschaftlich ausgewerteten Ergebnisse dienen der konzeptionellen Weiterentwicklung als auch zur Umsetzung des Konzepts der SESB. Dazu gehören spezielle Fortbildungen für Lehrkräfte.

 

Wichtige Argumentationsgrundlage

Vorherige Evaluationen gleicher Art haben das Fundament dafür gelegt, dass die Europaschulen vom Status „Schulversuch“ überführt wurden in „Schulen besonderer pädagogischer Prägung“. Das ist sehr wichtig, denn damit ist garantiert, dass die für die SESB notwendigen muttersprachlichen nichtdeutschen Lehrkräfte durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft finanziert werden.

Aktuell besuchen mehr als 6 000 Schülerinnen und Schüler die 17 Grundschulen und 13 weiterführenden Schulstandorte in Berlin mit insgesamt neun Sprachkombinationen. Die Judith-Kerr-Grundschule ist unter den insgesamt 30 SESB-Standorten eine von nur vier eigenständigen Schulen. Damit wir diese Stellung behalten dürfen, brauchen wir belegbare Erfolge dieses kulturübergreifenden und sprachintensiven Schulmodells.

Mehr zur Weiterentwicklung der SESB